Chronischer Stress, Burnout und Mobbing können Körper und Seele an ihre Grenzen bringen. Wenn die Belastung überhandnimmt und eigene Kraftreserven erschöpft sind, ist professionelle Unterstützung ein wichtiger Schritt zurück zur eigenen Stärke.
Stress gehört zum Leben — in einem gewissen Maß kann er sogar motivierend wirken. Problematisch wird es, wenn die Belastung über einen längeren Zeitraum anhält, keine ausreichenden Erholungsphasen möglich sind und der Körper auf Dauer im Alarmzustand bleibt.
Burnout beschreibt einen Zustand tiefgreifender emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der typischerweise im beruflichen Kontext entsteht, aber weit darüber hinaus wirkt. Betroffene erleben Zynismus gegenüber ihrer Arbeit, das Gefühl der Ineffektivität und eine zunehmende Distanzierung von dem, was ihnen eigentlich wichtig ist.
Mobbing — ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im sozialen Umfeld — stellt eine besonders belastende Form chronischen Stresses dar, bei der systematische Ausgrenzung, Demütigung oder Schikane das Selbstwertgefühl und die psychische Gesundheit massiv beeinträchtigen können.
Unbehandelter chronischer Stress und Burnout können in eine manifeste Depression, Angststörung oder psychosomatische Erkrankung übergehen. Mobbing hinterlässt häufig tiefe Spuren im Selbstwert und im Vertrauen in andere Menschen. Je früher gehandelt wird, desto besser lassen sich schwerwiegendere Verläufe abwenden.
Ein gewisses Maß an Stress ist normal. Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn die Erschöpfung über Wochen anhält, Erholung nicht mehr greift und Schlaf, Konzentration oder Lebensfreude darunter leiden. Auch bei anhaltendem Mobbing sollten Sie sich frühzeitig Hilfe holen, bevor sich die Belastung verfestigt.
Unbehandelt kann chronischer Stress in eine Depression übergehen. Treten dabei Gedanken auf, nicht mehr leben zu wollen, wenden Sie sich bitte umgehend an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, im Notfall an die 112 oder an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111.
In meiner Praxis arbeite ich daran, Ihnen Wege aus der Erschöpfung und zurück in Ihre eigene Kraft zu zeigen:
Ist Burnout eine eigenständige Diagnose?
Burnout ist im Diagnosesystem ICD-10 keine eigenständige Krankheit, sondern als Zusatzkategorie (Z73) erfasst. Die zugrunde liegenden Beschwerden — etwa eine Erschöpfungsdepression oder eine Angststörung — sind jedoch klar behandelbar.
Woran erkenne ich, dass aus Stress ein Burnout wird?
Warnzeichen sind anhaltende Erschöpfung trotz Erholung, zunehmende Distanzierung von der Arbeit, Zynismus sowie körperliche Beschwerden. Halten diese Symptome über Wochen an, sollten Sie sie ernst nehmen.
Wie hilft Psychotherapie bei Burnout?
Therapie hilft, persönliche Stressoren und innere Antreiber wie Perfektionismus zu erkennen, Abgrenzung und Selbstfürsorge zu stärken und tragfähige Erholungsstrategien aufzubauen.
Was kann ich bei Mobbing tun?
Wichtig ist, die Erfahrungen nicht mit sich allein auszumachen. Therapeutisch stabilisieren wir Ihren Selbstwert, verarbeiten das Erlebte und entwickeln konkrete Handlungs- und Abgrenzungsstrategien.
Werden die Kosten übernommen?
Als Privatpraxis stelle ich Ihnen die Behandlung direkt in Rechnung. Diese Rechnung können Sie je nach Versicherung bei einer privaten Krankenversicherung oder über das Kostenerstattungsverfahren bei einer gesetzlichen Kasse zur Erstattung einreichen; als Selbstzahler tragen Sie die Kosten selbst. Mehr dazu im Abschnitt Kostenerstattung.